Hessischer Weitsprung-Doppelsieg beim "WI jump" Meeting in Wiesbaden durch Vanessa Grimm und Maryse Luzolo - im Männerfeld setzt sich Nick Schmahl (Hamburger SV) durch
  23.05.2022 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Mit einer kleinen Überraschung endete „WI Jump“ Sprung-Meeting in Wiesbaden beim Weitsprung der Frauen. Es war jedoch nicht Favoritin Maryse Luzolo (Königsteiner LV), die ganz oben auf das Treppchen klettern durfte. Siebenkämpferin Vanessa Grimm machte ihrer Team-Kollegin einen Strich durch die Rechnung. Grimm schrammte mit ihrem ersten Versuch (5,97 Meter) nur hauchdünn an einer Sechserweite vorbei. Im zweiten Durchgang klappe es dann - Vanessa baute mit 6,08 Metern ihre Führung aus, ehe sie den Vorkampf mit einem ungültigen Sprung beendete. Gleich zum Auftakt des Finaldurchgangs passte es für die Olympia-Siebenkämpferin dann optimal. Erst bei 6,29 Metern landete die KLV-Athletin im Sand und stellte damit eine neue persönliche Bestmarke (zuvor 6,26 m) auf.

„Das war richtig gut. Im Trainingslager zeichnete es sich bereits ab, dass ich im Weitsprung gut drauf bin. Eine neue Bestmarke ist aber immer eine tolle Sache. Das gibt natürlich Sicherheit und Selbstbewusstsein für den Mehrkampf Ende des Monats in Götzis“, freute sich die Nationalkaderathletin über den gelungenen Wettkampf. Vereinskollegin Maryse Luzolo vermied nach zwei ungültigen Sätzen mit 5,94 Metern in der dritten Runde ein frühzeitiges Aus. In der fünften Runde gelang dann ein Sprung auf 6,18 Meter. Damit war der zweite Platz sicher. Die sechs Meter knackte als Dritte dann auch noch Tabea Christ (TSV Bayer 04 Leverkusen/6,01 m).

„Der Anlauf passt bei mir noch nicht so richtig. Das sieht man ja auch an den vier ungültigen Versuchen. Bei den 6,18 Metern habe ich das Brett gar nicht richtig getroffen. In zwei Wochen bei der Gala in Weinheim sieht die Sache dann bestimmt ganz anders aus“, fasst Olympia-Teilnehmerin Luzolo ihren Einstieg in die Freiluftsaison zusammen.

Oliver Koletzko (Wiesbadener LV) pausierte schweren Herzens bei seinem Heim-Meeting. Der Schmittener, der sich am Ende der Hallensaison in Leipzig am Oberschenkel verletzte, steigt erst am letzten Mai-Wochenende in Weinheim ins Geschehen ein. Der amtierende deutsche Jugendmeister Koletzko, er beendete die Hallensaison mit 7,63 Metern, sah in der Nachwuchsklasse U20 den Sieg von Benedikt Thomas Wallstein (Gothaer Leichtathletik Zentrum). Der junge Thüringer, der sogar noch der jüngeren U18 angehört, zeigte tolle 7,50 Meter und knackte damit problemlos die Norm (7,20 m) für die Nachwuchs-EM in Jerusalem. Bei den Männern setzte sich überraschend Nick Schmahl (Hamburger SV/noch U23) mit 7,59 Metern gegen den deutschen Hallenmeister Fabian Heinle (VfB Stuttgart durch), der zehn Zentimeter weniger in die Wertung brachte.

Weitere „hessische“ Resultate:

Weitsprung, Männer: 6. Maxim Meinhard 6,62 m, 7. Carsten Flynn (M30/beide Wiesbadener LV) 6,06 m.

Dreisprung, Männer: 4. Nico Beyer (Turnerbund Wiesbaden) 13,80 m.

Weitsprung, MU20: 3. Juan-Sebastian Kleta (TV Gelnhausen) 7,08 m, 5. Marc Mercier (ASC Darmstadt) 6,92, Feliks Merkel (noch U18) 6,57, 8. Benjamin Natus (beide WLV) 6,01.

Dreisprung, MU20: 3. Niklas Stroh (noch U18/ASC) 12,98 m.

Weitsprung, Frauen: 5. Viktoria Koletzko (U23/WLV) 5,77 m, 7. Mia Haselhorst (U20/KLV) 5,51.

Dreisprung, WU20: 7. Alexandra Scharf (U18/TVG) 5,74 m.